Willkommen
Algenplage in Florida - An den Stränden stinkt es zum Himmel

30. Juli 2016

altUSA / Florida - Stuart. Das Städtchen Stuart im Süden Floridas ist dieses Jahr zur «glücklichsten Küstenstadt» der USA gekürt worden. Aber glücklich ist hier zurzeit kaum jemand. Denn auf die sonst so schönen Atlantikstrände und Ufer des St.-Lucie-Flusses, der bei Stuart ins Meer mündet, schwappt eine giftige grünblaue Algenbrühe, bis zu zweieinhalb Zentimeter dick.

Und es stinkt, nach Kuhdung, sagen die einen, ranzig, beschreiben es die anderen - aber jedenfalls so erbärmlich, «dass man praktisch eine Gasmaske braucht», wie Mark Perry schildert.

Perry ist der Direktor der Gesellschaft für Meereskunde in Stuart und hat in seinen mehr als 30 Jahren im Geschäft «so etwas noch nie erlebt». Algenblüten kämen in der Sommerwärme immer mal wieder vor, sagte er der Deutschen Presse-Agentur, «aber das hier ist wirklich sehr schlimm». Nicht nur in Stuart.

Das Algenproblem hat sich in den vergangenen Tagen im Süden Floridas so stark ausgebreitet, dass Gouverneur Rick Scott in drei Bezirken - Martin, St. Lucie und Palm Beach am Atlantik sowie in Lee County an der Golfküste - den Notstand ausgerufen hat.

Read more...
 
Dutzende Häuser durch Waldbrände in Kalifornien zerstört

27. Juli 2016

altUSA / Kalifornien - Los Angeles. Im dürregeplagten Kalifornien kämpften Tausende Feuerwehrleute gleich an mehreren Stellen gegen Waldbrände an. Die seit Tagen tobenden Flammen haben ganze Landstriche verkohlt, Dutzende Häuser zerstört und Tausende Menschen in die Flucht geschlagen.

Das «Sand Fire» im hügeligen Hinterland um Santa Clarita, nördlich von Los Angeles, hat eine Fläche von mehr als 13.000 Hektar Land erfasst. Nach Angaben der Behörden vom Montag brannten in dem Gebiet mindestens 18 Häuser ab.

Im malerischen Big Sur, an der Pazifikküste zwischen Los Angeles und San Francisco, fegten die Flammen über ein kleineres Waldgebiet hinweg und legten 20 Gebäude in Schutt und Asche. 1650 Häuser seien in der Region noch bedroht, teilte die Einsatzzentrale mit.

Read more...
 
Reisebericht Neufundland - Teil II: Cape Breton Highlands & Argentina

altDicker Nebel begrüßt uns am nächsten Morgen, sodass wir uns den Ausblick auf das Meer vorstellen müssen. Zum Frühstück kehren wir bei Tim Hortons ein. Das Schnellrestaurant gehört quasi zum kanadischen Kulturgut und wird in Abwesenheit von Starbucks & Co. in dieser Region noch einige Male Anlaufpunkt für uns sein. Ein Bagel mit Cream Cheese und ein starker Kaffee machen uns fit für den Tag.

Tag 3:

Heute wollen wir im Cape Breton Highlands National Park wandern – der Skyline Trail steht auf dem Programm. Am Anfang des Weges wird der Nebel dann noch etwas dichter, und wir entscheiden uns schweren Herzens, die Wanderung lieber nicht zu machen. Am Eingang des Parks kaufen wir übrigens einen National Park Pass, mit dem wir freien Zugang zu allen kanadischen Nationalparks sowie zu sämtlichen National Historic Sites haben. Man sollte vorab ausrechnen, ob sich das lohnt. Da wir in Neufundland noch zwei Nationalparks und einige Historic Sites besuchen wollen, ist der Pass für uns auf jeden Fall eine sinnvolle Investition; er kostet 68 Dollar pro Person und ist ein Jahr gültig.

Read more...
 
Von der Farce zum Faktum: Donald Trump ist nominiert

20. Juli 2016

altUSA / Cleveland - Es ist 19.12 Uhr Ortszeit, als Donald Trump Jr. stolz und würdevoll die Stimmen New Yorks verkündet. Es sind die letzten, die seinem Vater rechnerisch fehlen. Eine dichte Traube umlagert die Delegierten aus Trumps Heimatstaat, seine Familie in der ersten Reihe, die Rücken ganz durchgedrückt und glänzend vor Stolz. Ohrenbetäubender Jubel setzt ein, dazu Frank Sinatras «New York, New York», der riesige Videowürfel blendet ein orange leuchtendes Feuerwerk ein und ein gewaltiges «Über die Hürde!». Die Geschwister Trump liegen sich in den Armen.

Hier wurde gerade Geschichte geschrieben. Kurz wallen am Abend nochmals Gerüchte über eine Anti-Trump-Revolte durch die Halle. Sie bleibt aus. Aus europäischer Sicht ist es ein bisschen wie bei der Punktevergabe beim Eurovision Song Contest, Staat für Staat tritt gewichtig auf, verkündet lautstark die Zahl seiner Delegierten.

Ein Rückblick: Als einer von 17 Kandidaten reckt Trump im Juni 2015 sein Kinn in den aufziehenden Vorwahlkampf, er kandidiert. Sein erster Auftritt wird den Ton setzen für volle 13 Monate: Mexikaner seien Vergewaltiger, Einwanderung von Übel, Amerika sei bedroht, klein gemacht, dem Abgrund nahe. Er erntet Kopfschütteln, bestenfalls Belustigung, das werde sich schon wieder geben.

Read more...
 
König der Hotdogs: Restaurant «Nathan's» feiert 100. Geburtstag

17. Juli 2016

altUSA / New York - Für Marta Cedeño gehören die Würstchen längst zum Pflichtprogramm: «Wenn Du nicht bei Nathan's gegessen hast, bist Du nicht in Coney Island gewesen.» In der Hand hält die 54-Jährige einen Pappteller mit zwei Hotdogs. Auf das knackig gebratene, zwischen zwei Brötchenhälften geklemmte Fleisch hat sie Sauerkraut gelegt und Senf geschmiert. Cedeño beißt ab, im Stehen, und ist zufrieden. Den berühmten Laden am Stadtrand von New York besucht sie, seit sie etwa fünf Jahre alt ist.

Kaum ein Gericht ist so sehr Sinnbild amerikanischer Fastfood-Kultur wie der Hotdog, und kaum ein Restaurant hat diesen simplen Snack von Straßenstand so berühmt gemacht wie das Restaurant in Coney Island. Über Jahrzehnte galt «Nathan's», wo am wenige Gehminuten entfernten Atlantik Möwen über die Strandpromenade segeln, als Institution. Der von einem polnisch-jüdischen Einwanderer gegründete Laden feiert dieses Jahr seinen 100. Geburtstag.

Read more...