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Rundreise Kanada: Höhepunkte im Osten und Westen, Teil III: Niagarafälle & Richtung Westen

altUnser letztes Highlight im Osten Kanadas stand heute auf dem Programm: Niagara on the Lake.

Tag7: Niagara on the Lake & Niagarafälle

Wir erreichten das kleine Örtchen noch am Vormittag und erkundeten die liebevoll geschmückten Straßen und Cafés. Da es viel zu sehen gab und die hübschen Schaufenster uns in die Läden lockten, machte uns der leichte Regen kaum etwas aus. Noch bevor es zu den Fällen ging, stoppten wir an einer Aussichtsplattform und beobachteten das wilde Treiben auf dem Fluss. Der perfekte Moment für eine kleine Überraschung: mit einem Gläschen Whisky und süßen Ahornkeksen in der Hand stießen wir auf unsere tolle gemeinsame Zeit im Osten von Kanada an - natürlich ganz heimlich, wegen der gesetzlichen Richtlinien bezüglich des Konsums von Alkohol in der Öffentlichkeit.

Nachdem wir uns jeder mit einem äußerst modischen, grünen Regencape bewaffnet haben, konnte unsere Bootsfahrt zu den Niagarafällen starten. Ein fantastisches Gefühl! Die Kraft des Wassers kann so magisch sein! So dicht an die Fälle heranzufahren ist ein absolutes Erlebnis! Um unseren kleinen Ausflug abzurunden, spazierten wir im Anschluss oberhalb entlang der Wasserfälle zu unserem Bus.

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Suizid-Tragödie wirft Licht auf Not von Kanadas Ureinwohnern

22. Mai 2016

altKanada / Attawapiskat - Attawapiskat ist kein Einzelfall. Isolation, Armut, Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit prägen die abgelegene Gemeinde von rund 2000 Ureinwohnern im Nordosten Kanadas. «Bei uns herrschen Dritte-Welt-Zustände», sagte Häuptling Bruce Shisheesh der dpa. «Wir sind Kanadas Hinterhof, außer Sicht und vergessen.» 634 «First Nations» wie Attawapiskat sind über das Land verteilt. Zusammen mit den ebenfalls indigenen Métis und Inuits stellen sie gut vier Prozent der kanadischen Bevölkerung.

Jetzt hat eine Suizidwelle von Jugendlichen in Attawapiskat das Land einmal wieder mit seiner Schattenseite konfrontiert. Shisheesh rief den Notstand aus, als sich elf Teenager an einem Wochenende im April das Leben zu nehmen versuchten. Psychotherapeuten wurden in das Reservat entsandt. Aber auch das half nicht. Nach Angaben des Häuptlings wagten im Mai weitere neun Jugendliche den Freitod, konnten aber zum Glück gerettet werden. Inzwischen liegt die Zahl der Selbstmordversuche in der Gemeinde seit Oktober 2015 bei weit über 100.

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Unbekanntes North Dakota: Reise zum Mittelpunkt Nordamerikas

altNorth Dakota sieht nicht gerade wie der Mittelpunkt Nordamerikas aus. Dabei ist er genau hier, zumindest geografisch gesehen. Ansonsten ist der Bundesstaat ein ruhiger Flecken Erde, weit ab von den hektischen Metropolen Kaliforniens oder der Ostküste - und genau deshalb attraktiv für Touristen.

Die Hauptstadt des gewaltigen Bundesstaates hat einen für Deutsche sehr vertrauten Namen: Bismarck. «Ja, es gab früher sehr viele deutsche Einwanderer. Man sieht es immer noch an den Namen hier in der Gegend», sagt Mike Seminary. Seminary, der sich selbst einen Althippie nennt («Die Hörgeräte habe ich meinen Jahren in der Rockband zu verdanken.») ist der Bürgermeister der größten Stadt in North Dakota. «Unsere wichtigsten Industrien sind immer noch Landwirtschaft und Öl. Aber gleich danach kommt der Tourismus.» Die allermeisten Besucher sind Amerikaner. «Aber immer mal wieder kommt auch ein Deutscher und fragt dann, warum wir ausgerechnet Bismarck heißen.»

Echte Preußen könnten enttäuscht sein. Denn das Erbe des großen Staatsmannes wird hier nicht gerade gepflegt. Weder Straßennamen noch eine Schule sind in seinem Sinne benannt, und eine Büste sucht man auch vergebens. «Ja, eigentlich darf man das keinem erzählen», sagt Seminary. «Aber im Grunde hatte Otto von Bismarck mit unserer Stadt auch gar nichts zu tun. Es waren eben Verehrer, die sie gegründet haben.» Der Fürst selbst hat es nie bis Amerika geschafft.

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Kojoten, Seehunde und Adler: Wilde Tiere erobern New York

17. Mai 2016

altUSA / New York - Rund 8,5 Millionen Menschen leben in New York. Fast 11.000 von ihnen drängeln sich pro Quadratkilometer und leben damit etwa dreimal so eng wie beispielsweise in Berlin. Eine Betonwüste ohne Platz für Grün also? Keine Tiere außer Ratten, Kakerlaken, verwöhnten Pudeln und Zoobewohnern? Weit gefehlt. Immer mehr wilde Tiere ziehen in die Millionenmetropole an der US-Ostküste, gerade jetzt zum Beginn der warmen Zeit des Jahres. Hier sieben recht unerwartete:

1. KOJOTEN

Eigentlich leben die zur Familie der Hunde gehörenden Kojoten in den Prärieregionen von Zentral- und West-Nordamerika. Aber immer öfter werden sie inzwischen auch in New York gesichtet - und zwar nicht nur am Stadtrand, sondern mitten in Manhattan. Wissenschaftler des «Gotham Coyote Project» schätzen, dass knapp 20 der überwiegend nachtaktiven Tiere in der Stadt leben, vor allem in großen Parks.

Einige von ihnen mussten schon mit aufwendigen Polizeiaktionen aus bewohnten Gegenden entfernt werden. «Sie sind hier und sie werden bleiben», sagt ein Polizeisprecher. «Sie haben eine Nische gefunden, die kein anderes Raubtier hat, und kontrollieren zum Beispiel die Nagetier-Population.» Die meisten Kojoten sind ungefährlich, sagt die Parkbehörde, aber füttern solle man sie trotzdem nicht. Lieber den Anblick genießen, sagt der Polizeisprecher. «Wer einen Kojoten sieht, hat Glück. Das ist etwas Besonderes.»

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Aus «Bud» wird «America» - Patriotismus gegen Absatzflaute?

14. Mai 2016

altUSA / Misouri - St. Louis. Budweiser heißt bald «America» - und will so die Herzen der US-Kunden zurückerobern. Die im Heimatmarkt schwächelnde Biermarke setzt mit der Umbenennung auf gesteigertes Nationalbewusstsein in der heißen Wahlkampfphase. Sie greift damit tief in die Marketing-Trickkiste und folgt der erfolgreichen Strategie des umstrittenen republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump. Der reagierte auch prompt ganz entzückt und fühlte sich geschmeichelt.

«Amerika ist in deinen Händen» heißt die Kampagne, die sich die Marketing-Experten im Auftrag des Brauerei-Konzerns Anheuser Busch Inbev (AB Inbev) für Budweiser ausgedacht haben. Der Konzern steht hinter über 200 Bieren, darunter auch der deutschen Marke Beck's. Vom 23. Mai bis zum 8. November soll die Offensive laufen. Flankiert wird sie durch TV-Werbung und patriotische Sprüche auf Flaschen und Dosen.

Mit der Aktion wolle das Unternehmen profitieren vom wohl «patriotischsten Sommer, den diese Generation je gesehen hat», verkündete Budweiser-Manager Ricardo Marques. Er lenkte den Blick auf sportliche Großereignisse wie das Fußballturnier Copa America, das erstmals in den USA ausgetragen wird, oder die Olympischen Spiele in Rio. Im Vordergrund steht aber ganz klar der US-Wahlkampf.

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