2789,11 Quadratmeter: Kanadisches Ehepaar baut größtes Schnee-Labyrinth der Welt

TOPSHOT - People play in a maze built by farmers Clint and Angie Masse in St. Adolphe, Canada, on March 3, 2019. - The snow labyrinth in the frigid, windswept prairies of Western Canada has broken the record for the world's biggest, measuring a whopping 2,789.11 square meters (30,0021.73 square feet). According to Guinness World Records, it dwarfs the previous Canadian record holder at the Fort William Historical Park in Thunder Bay, Ontario. (Photo by Thibault JOURDAN / AFP)

 
 
 

Um sich ihren Traum zu erfüllen, investierten sie fast 60.000 kanadische Dollar: Ein Ehepaar hat das größte Schnee-Labyrinth der Welt errichtet. Der Irrgarten wird zur Touristenattraktion.

Mit dem weltgrößten Labyrinth aus Schnee haben es Clint und Angie Masse aus der kanadischen Provinz Manitoba in das Guinnessbuch der Rekorde geschafft. Der weiße Irrgarten ist insgesamt 2789,11 Quadratmeter groß – und zu einer Touristenattraktion geworden.

Bisher schufen die Landwirte aus dem kleinen Dorf Sainte Adolphe südlich der Provinzhauptstadt Winnipeg jedes Jahr im Sommer ein Mais-Labyrinth. Dann entschieden sie, es mal im Winter zu versuchen. Einen Monat arbeiteten sie an ihrem Rekord.

„Wir haben beschlossen, unseren eigenen Schnee herzustellen. Allein das hat zwei bis drei Wochen gedauert. Dann haben wir mit dem Bau des Labyrinths begonnen“, sagte Clint Masse. 370 mit Schnee beladene Sattelschlepper seien nötig gewesen. Die Wände sind 1,80 Meter hoch. Am Boden wurden 50 Zentimeter Schnee festgestampft, um zu verhindern, dass er zu schnell schmilzt und die Besucher im Matsch herumlaufen.

57.000 kanadische Dollar für den Traum

Mit ihrem Werk hat das Ehepaar den bisherigen Rekord gebrochen, der mit einem Schnee-Labyrinth im historischen Park von Fort William in der Nachbarprovinz Ontario aufgestellt worden war.

Um ihren Traum zu verwirklichen, mussten sie 57.000 kanadische Dollar (38.000 Euro) investieren. „Schnee herzustellen ist extrem teuer“, sagte Clint Masse. Auch die Planung sei etwas komplizierter gewesen.

Seit der Eröffnung Anfang Januar ist das Labyrinth immer gut besucht. Trotz eisiger Temperaturen, die regelmäßig unter minus 30 Grad Celsius liegen, lockt es zahlreiche Touristen an. Im Labyrinth stoßen sie auf Statuen aus Schnee und Eis. Aber auch kleine Rastplätze mit Tischen und Holzkohlenfeuer sind versteckt. Sie zu finden ist Teil der Herausforderung – außerdem helfen sie bei der Orientierung.

Dank der polaren Kälte zu dieser Jahreszeit ist das Labyrinth immer noch in gutem Zustand. Clint Masse hofft, dass die Marke von 10.000 Besuchern geknackt werden kann. Dadurch könnte ein Großteil der Ausgaben wieder hereingeholt werden.