USA und Mexiko: Architekt installiert rosa Wippen in Grenzzaun

Drei grenzüberquerende Wippen sind an einem Zaun zwischen den USA und Mexiko angebracht worden.

 
 
 

US-Präsident Trump will die Grenze zwischen den USA und Mexiko um jeden Preis schließen. Ein Architekturprofessor setzt dagegen auf Völkerverständigung – und ließ drei Wippen im Zaun befestigen.

Drei grenzüberquerende Wippen sind an einem Zaun zwischen den USA und Mexiko angebracht worden. Die rosafarbenen Stangen, die zwischen den Latten des Grenzzauns in der Nähe der US-Stadt Sunland Park und der mexikanischen Ciudad Juárez verlaufen, sind ein Projekt des Architekturprofessors Ronald Rael und seiner Kollegin Virginia San Fratello.

Rael postete auf Instagram ein Video davon, wie Menschen – durch den Zaun voneinander getrennt – miteinander wippen. Durch die Wippen werde deutlich, dass Aktionen auf der einen Seite Auswirkungen auf der anderen Seite hätten, schrieb Rael. Der Zaun sei der „sprichwörtliche Drehpunkt der Beziehungen zwischen den USA und Mexiko“, so Rael.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor beim geplanten Bau der umstrittenen Mauer an der Grenze zu Mexiko einen Sieg vor Gericht errungen. Der Oberste US-Gerichtshof hatte am Freitagabend eine Finanzierungssperre aufgehoben und damit den Weg dafür frei gemacht, dass die Regierung für den Bau auf Geld aus dem Verteidigungsministerium zurückgreifen darf.

An manchen Abschnitten entlang der Grenze stehen bereits Barrieren. Eines von Trumps Wahlkampfversprechen war es jedoch, auf der Hälfte der rund 3200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen zu lassen. Der Rest der Grenze ist nach seinen Worten durch natürliche Barrieren wie etwa Flüsse geschützt.