Never again – Amerikas Jugend gegen den Waffenwahn

Never again - Amerikas Jugend gegen den Waffenwahn

 
 
 

Sechs Minuten brauchte ein Amokläufer in Parkland, um 17 Menschen zu töten. Nach dem Massaker von Parkland kommt es zu landesweiten Protesten, weil der Täter das Sturmgewehr legal erwerben konnte. Schüler fordern stärkere Waffengesetze.

14 Kinder, drei Lehrer und eine geschockte Nation: 2018 betritt ein ehemaliger Schüler die Highschool in Parkland, Florida und schießt mit einem Sturmgewehr um sich – er hat es legal gekauft. Anstatt still zu trauern, werden die Jugendlichen aktiv. Die Parkland-Kids haben genug von den leeren Versprechungen der Politiker: Sie organisieren die größten Demonstrationen gegen Waffengewalt seit den Protesten gegen den Vietnamkrieg. Über ihre Twitter-Accounts bringen die Teenager in über 700 Städten der USA Millionen Menschen auf die Straße. Sie alle vereint ein Ziel: schärfere Waffengesetze und das Verbot von Sturmgewehren für Privatpersonen. Doch während sich die Jugendlichen weiter vernetzen, rüstet die Waffenindustrie neu auf. Die Waffenlobby meint, die Gefahr ginge nicht von den Waffen aus, sondern von den Schützen, die sie benutzen. Als Maßnahme gegen Massaker schlagen sie vor, dass nun auch Lehrer mit Waffen ausgerüstet werden sollen – eine Idee, die Präsident Trump unterstützt. Die Teenager müssen sich also gegen die Großen des Landes auflehnen. Ihr Motto: „Wenn Politiker die Probleme nicht lösen, dann lösen wir die Politiker ab.“ Um das zu erreichen, wollen sie junge Menschen im Alter von 18 bis 29 motivieren, wählen zu gehen. Und das nicht nur wegen der Amokläufe: Von den jährlich etwa 35.000 Toten durch Waffengewalt in den USA ist nur etwa ein Prozent auf solche Attentate zurückzuführen. Der Großteil sind Suizide und Tötungsdelikte. Deshalb blickt die Dokumentation auch nach Chicago, die Stadt mit den höchsten Opferzahlen der USA. Dieser Film ist eine Reise in ein Land, in dem die junge Generation aufsteht und nicht mehr länger zusehen will, wie Geschwister und Freunde getötet werden.